Überblick: Mataré aktuell

Rede-Duell in der Aula:

Podiumsdiskussion mit den Landtagskandidaten/innen der vier im Landtag vertretenen Parteien

Podiumsdiskussion in der Aula Ähnlich wie bereits im Vorfeld der Kommunalwahlen im letzten Jahr gab es auch zu den Landtagswahlen eine Podiumsdiskussion der Kandidaten/innen aller derzeit im Landtag vertretenen Parteien unseres Wahlkreises.

Am Abend des Mittwoch, 04.05.2005, stellten sich Herr Lienenkämper (CDU), Frau Apel-Haefs (SPD), Herr Dr. Lasoga (FDP) und Herr Keymis (MdL) den Fragen des Moderators und des Publikums.

Von besonderer Bedeutung war im schulischen Rahmen natürlich die Frage nach dem Erhalt des Gymnasiums - das Thema "Schulpolitik" beherrschte somit inhaltlich den ersten Teil des Abends. Der Kandidat der Grünen, Herr Keymis, bekannte sich ganz klar zu einer einheitlichen Schule mit gleichen Chancen für alle Schülerinnen und Schüler. Er verwies dabei auf das Beispiel der in den PISA-Untersuchungen erfolgreichen Länder, die ausnahmslos eine einheitliche Schulform aufwiesen.So deutlich mochte sich Frau Apel-Haefs nicht äußern - die Schulformdebatte, die nicht nur in Meerbusch für Wirbel sorgt, versuchte sie im Hinblick auf die bevorstehende Wahl offensichtlich zu vermeiden.

Podiumsdiskussion in der Aula Herr Lienenkämper und Herr Dr. Lasoga betonten die Absicht ihrer Parteien, nach der Wahl weitere Lehrerstellen zu schaffen und zu besetzen, um Unterrichtsausfall einzuschränken. Frau Apel-Haefs hielt dem entgegen, dass der durchschnittliche Unterrichtsausfall in NRW unter 5 % liege und dabei vergleichbar mit allen anderen Bundesländern sein. Sie wies ebenfalls darauf hin, dass auch die Einstellung mehrerer tausend Lehrer (in der von der CDU und der F.D.P vorgeschlagenen Größenordnung) sich kaum auf die Klassenstärken auswirken könne.

Allen Parteien gemeinsam ist das Ziel der selbstständigen Schule - sie erhoffen sich dabei einen qualitätssteigernden Wettbewerb zwischen den Schulen und die Möglichkeit für die einzelne Schule, Schwerpunkte speziell für den eigenen Bedarf zu bilden. Die Vergleichbarkeit der Abschlüsse sollen dabei zentrale Bildungsstandards sichern.

Aus aktuellem Anlass bildete die Wirtschaftspolitik des Landes den zweiten Schwerpunkt des Abends.Frau Apel-Haefs musste auch hier einräumen, dass sich die aufgeflammte Kapitalismusdebatte nicht gerade erleichternd in den Wahlkampf integrieren lässt - Grund genug für die Kandidaten der CDU und der F.D.P., der SPD vorzuwerfen, sie propagiere längst historisch überlebte und für den Standort NRW ausgesprochen schädliche Unternehmerschelte, um die potentiellen Wähler links außen sicherer an sich zu binden. Vor allem Herr Lienenkämper setzte sich vehement für eine Entstaatlichung und Entbürokratisierung ein, um vor allem den Mittelstand zu fördern, der nachweislich die meisten Arbeits- und Ausbildungsplätze biete.

Podiumsdiskussion in der Aula Die Moderation des Abends lag in den Händen von Herrn Dr. Witzani. Im ersten Teil animierte er durch gezielte Fragen die Kandidaten/innen auf dem Podium zu informativen Statements bezüglich der aktuellen landespolitischen Fragen. Im zweiten Teil schließlich forderte er das Publikum dazu auf, die Gelegenheit zu nutzen und Fragen an die Kandidaten/innen zu stellen. Etwas gestoppt werden mussten dabei Mitglieder der örtlichen Parteien, die einen wahltaktischen Schlagabtausch forcieren wollten - die anwesenden Schülerinnen und Schüler, die als Erstwähler in besonderem Maße Zielgruppe dieses Abends sein sollten, beteiligten sich zunächst nur zaghaft an der Diskussion, machten dabei jedoch durch die vielfältigen Themen das breite Spektrum ihrer Interessen deutlich.